Frenulotomie -

Lösung bei verwachsenem Zungenbändchen

Wenn das Frenulum zu kurz oder zu tief verwachsen ist, kann es die Funktion des daran befestigten Organs einschränken. In diesem Fall ist ein Durchtrennen oder Entfernen des Frenulums erforderlich, der Eingriff wird mit Laser durchgeführt.

  • Eine Einschränkung oder ein zu kurzes Zungen- oder Lippenbändchen kann eine Ursache für Stillprobleme sein, da es die normale Bewegung der Zunge oder Oberlippe verhindert.

  • Ein zu kurzes sublinguales Frenulum kann orofaziale Funktionen wie Atmung, Zungenposition, Schlucken und Kauen beeinträchtigen.

  • Es kann auch die Sprache beeinflussen, am häufigsten die falsche Aussprache des Buchstabens „R“ sowie der Zisch- und Sch-Laut. Verzögerungen in der Sprachentwicklung sind ebenfalls häufig.

  • Für eine Frenulotomie ist es nie zu spät. Der Eingriff wird sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen aus funktionellen und ästhetischen Gründen durchgeführt.
Dr. Irma Škoro ist die führende Expertin für Frenulotomie in Slowenien und der weiteren Region. Jedes Jahr wenden sich mehrere hundert Familien mit Säuglingen und Kindern an sie für einen fachgerechten und sanften Eingriff sowie ganzheitliche Empfehlungen.

Was ist ein Frenulum?

Was ist ein Frenulum?
Das Frenulum ist eine kleine Schleimhautfalte, die zwei benachbarte Weichteilflächen verbindet und die Bewegung des Organs oder Körperteils einschränkt. Es befindet sich gewöhnlich in der Mittellinie und ist ein normaler Teil des Körpers, der bei den meisten Menschen keine wesentliche Funktionseinschränkung verursacht.

  • Das sublinguale Frenulum befestigt die Zunge am Mundboden und beeinflusst die Zungenbewegung wesentlich.

  • Das obere Lippenbändchen befestigt die Oberlippe am Zahnfleisch und beeinflusst die Lippenbewegung.

  • Im Mund gibt es außerdem das untere Lippenbändchen und die Wangenbändchen, die zwischen Unterlippe und vorderen Zähnen sowie zwischen Wange und Kiefer verlaufen.

Wie erkennt man die Anzeichen eines verkürzten Zungenbändchens bei einem Säugling?

Die Zunge ist ein sehr wichtiges und aktives Muskelorgan beim Stillen. Mit ihr erzeugt das Baby das Vakuum, das für normales Stillen notwendig ist. Die Zunge ist durch eine Schleimhautfalte – das sogenannte Frenulum – am Mundboden befestigt. Diese Falte kann bis zur Zungenspitze reichen oder kaum sichtbar sein.

Ein verkürztes Zungenbändchen (Ankyloglossie) kann beim Stillen Probleme verursachen, die sich auf unterschiedliche Weise zeigen können.

Beim Säugling äußert sich das unter anderem durch:

  • schlechtes Anlegen an die Brust,

  • häufiges Abstoßen der Brust,

  • schmatzende Geräusche beim Saugen,

  • Kauen auf der Brustwarze,

  • Koliken,

  • Refluxsymptome,

  • sehr häufiges Stillen,

  • unzureichende Gewichtszunahme,

  • häufiges Einschlafen während des Stillens usw.

Auch Mütter können unter Beschwerden leiden, wie z. B.:

  • Schmerzen beim Anlegen,

  • wunde, blutende Brustwarzen und Entzündungen,

  • unzureichende Entleerung der Brust und in der Folge

  • Brustentzündungen (Mastitis).

Es steht außer Frage, dass ein verkürztes Zungenbändchen die Stillproblematik beeinflussen kann. In der Medizin gibt es anatomische Klassifikationen des Verkürzungsgrades – diese stimmen jedoch oft nicht mit den funktionellen Einschränkungen überein.

Deshalb entscheiden wir uns für einen Eingriff stets individuell – abhängig vom funktionellen Beeinträchtigungsgrad. Der reine anatomische Befund ist dabei nie allein ausschlaggebend. In der Regel kommt es nach einer erfolgreich durchgeführten Frenulotomie zu einer Verbesserung der Zungenfunktion, wodurch die Stillprobleme nach und nach verschwinden.

Allerdings reicht der reine Eingriff – das Durchtrennen des Bändchens – in den meisten Fällen nicht aus.

Bei nur wenige Tage alten Neugeborenen kann es zu einer spontanen Verbesserung kommen.
Bei älteren Babys ist jedoch eine ganzheitliche Betreuung erforderlich – idealerweise durch eine Stillberaterin, einen kraniosakralen Therapeuten oder eine Physiotherapeutin.

Warum?

Stellen Sie sich vor, Sie trainieren drei Monate lang das Laufen – aber mit zu fest geschnürten Schuhen. Dabei entwickeln Sie ein bestimmtes Bewegungsmuster. Wenn Ihnen nun am Tag des Marathons einfach die Schuhe aufgeschnürt werden, hilft Ihnen dieses Training nicht viel – Ihr Körper hat sich an den eingeschränkten Zustand angepasst.

Genauso ist es beim Baby: Vor und nach dem Eingriff braucht es fachkundige Unterstützung. Es muss lernen, auf neue Weise zu saugen, Muskelverspannungen zu lösen, überbeanspruchte Muskeln zu entlasten usw.

Wie erkennt man die Anzeichen eines verkürzten Zungenbändchens bei Kleinkindern und älteren Kindern?

Bei Kleinkindern und älteren Kindern wirkt sich ein verkürztes Zungenbändchen meist auf verschiedene Funktionen aus:

Das Kind atmet durch den Mund, schnarcht nachts, es treten Atemaussetzer (Schlafapnoe) auf, der Mund ist ständig geöffnet, die Zunge wird nach außen gedrückt usw.
Ein verkürztes Zungenbändchen beeinflusst auch die Schluckfunktion – das Kind kann Schwierigkeiten bei der Aussprache haben.
Eine falsche Zungenlage am Mundboden und ein falsches Schluckmuster wirken sich in der Regel negativ auf das optimale Wachstum und die Entwicklung von Ober- und Unterkiefer aus.

Mehr darüber erfahren Sie auf der Seite Myofunktionelle Therapie.

Vor und nach dem Eingriff der Frenulotomie ist eine entsprechende Vorbereitung notwendig. Dazu gehören das Aufbauen von Reflexen, das Erlernen neuer Bewegungen, das Lösen verspannter und das Aktivieren schlaffer Muskeln.

Für eine genaue Diagnostik und – falls erforderlich – Therapie, rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin.

Und was ist mit der Oberlippe

  • Dabei handelt es sich um eine Schleimhautfalte, mit der die Oberlippe am Oberkiefer befestigt ist – sie ist bei allen Menschen sichtbar. Anatomisch unterscheiden wir je nach Ansatzhöhe des Lippenbändchens mehrere Stufen der Verwachsung. Diese anatomischen Stufen stehen jedoch nicht zwangsläufig in Zusammenhang mit funktionellen Problemen. Daher wird die Entscheidung für einen Eingriff immer individuell – basierend auf dem Grad der funktionellen Einschränkung – getroffen. Der anatomische Befund allein ist niemals ausschlaggebend für den Eingriff.
  • Faktoren, die – neben Stillproblemen – bei der Entscheidung für einen Eingriff berücksichtigt werden, sind Karies an den Milchzähnen sowie ein Spalt zwischen den oberen mittleren Schneidezähnen (Diastema).
    Dabei ist hervorzuheben, dass ein Diastema ein sehr komplexes Thema ist, und das Vorhandensein oder Fehlen des Lippenbändchens sowie eine durchgeführte Frenulotomie nicht zwangsläufig ein Diastema beseitigt oder verhindert.
    Aus meiner Sicht ist eine Frenulotomie aus rein präventiven Gründen nicht der richtige Weg.
    Häufig beobachten wir ein normales Lippenbändchen – und trotzdem eine Diastema.

Kann ein verkürztes Zungenbändchen die Ursache für Ausspracheprobleme sein?

Ganz bestimmt. Am häufigsten beobachten wir Schwierigkeiten bei der Aussprache des Buchstabens R, der Sibilanten und der Umlaute. Wenn ein Kind bereits Probleme hat und eine Logopädie besucht, kommt es nach der durchgeführten Frenulotomie und der Fortsetzung der Therapie meist zu einer Verbesserung der Aussprache.

Eine ganzheitliche Behandlung ist notwendig: eine angemessene Vorbereitung vor dem Eingriff, nach dem Eingriff die Mobilisierung der Zunge mit dem Ziel, Verwachsungen und Verhärtungen der Narbe zu verhindern, Fortsetzung der Therapie bei der Logopädin/dem Logopäden, kraniosakrale Therapie u. ä.

Ich vermute bei meinem Baby eine Zungenbandverkürzung – wie geht es jetzt weiter?

Der erste Schritt, wenn Sie beim Stillen Probleme haben, ist der Besuch bei einer Stillberaterin.

Bei den meisten Stillproblemen ist nicht die „Zunge“ schuld. Meist handelt es sich um:

  • falsches Anlegen des Babys,

  • Schwierigkeiten durch eine schwere Geburt (zu schneller oder eingeleiteter Geburtsverlauf, Einsatz von Hilfsmitteln wie Saugglocke oder Zange),

  • ungünstige Lage des Babys im Mutterleib,

  • Schiefhals (Torticollis),

  • angeborene Auffälligkeiten beim Baby (Hasenscharte, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte etc.).

Ein verkürztes Zungenbändchen oder eine verkürzte Oberlippe können zwar zu Stillproblemen führen, sind aber keineswegs die einzigen Ursachen. Deshalb empfehlen wir allen Müttern zuerst einen Termin bei der Stillberaterin. Anschließend wird das Baby untersucht und über weitere Therapien entschieden.

Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass wir den passenden Eingriff aus den richtigen Gründen durchführen.

Wenn Ihre Vermutung berechtigt ist und Sie einen Termin für Untersuchung und Behandlung benötigen, rufen Sie uns gerne an.

Der Logopäde vermutet eine verkürzte Zunge – wie geht es weiter?

  • In diesem Fall rufen Sie mich bitte an, und wir vereinbaren einen Termin zur Untersuchung und gegebenenfalls zum Eingriff.

Wie verläuft der Eingriff und was ist nach dem Eingriff zu erwarten?

  • Nach der Untersuchung und Beratung entscheiden wir gemeinsam, ob der Eingriff notwendig ist. Ist das Baby/Kind bereit, führen wir den Eingriff durch.
  • Vor dem Eingriff betäuben wir die Schleimhaut leicht mit einem oberflächlichen oder lokalen Betäubungsmittel. Dann durchtrennen wir das Frenulum mit einem Weichgewebslaser. Der Eingriff ist relativ schnell erledigt.
  • Die Erholung nach dem Eingriff verläuft meist zügig. Die normale Funktion stellt sich bereits nach ein bis zwei Tagen ein. Dabei ist zu betonen, dass Heilung und Schmerzempfinden individuell unterschiedlich sind. In Ausnahmefällen sind Schmerzmittel in Form von Gelen oder systemisch notwendig.
  • Jeder Eingriff am Gewebe hinterlässt eine Wunde, die Zeit zur Heilung benötigt. Die Heilung verläuft unterschiedlich schnell und auf verschiedene Weise. Als Folge entsteht eine Narbe, die aber durch angemessene Pflege und Übungen größtenteils vermieden werden kann. Die Wunde ist nach 10 bis 14 Tagen vollständig verheilt.

 

Alle Anweisungen erhalten Sie in unserer Praxis.